Sonderschulen sind Bildungseinrichtungen mit spezieller Förderung

Sonderschulen tragen mitunter auch die Bezeichnung Förderschulen. Hier finden Kinder einen Platz, deren körperlichen oder auch geistigen Gegebenheiten einen Besuch an einer normalen Schule einfach unmöglich machen. Auf diese Kinder muss ganz gezielt eingegangen werden, um sie geistig und körperlich voranzubringen und effektiv zu schulen. Nur so kann das vorhandene Potenzial auch wirklich optimal gefördert werden und für das Kind eine reelle Hilfe darstellen.

Herkömmliche Schulen haben gar keine Möglichkeiten, derart auf die Kinder einzugehen, dass sie eine optimale Förderung erhalten könnten. Die Rahmenbedingungen, die für diese Kinder notwendig wären, sind an normalen Schulen allein schon im Hinblick auf die üblichen Klassenstärken nicht gegeben. Außerdem steht an den Sonderschulen besonders geschultes pädagogisches Personal für die Sonderschüler bereit.

Aber auch die Sonderschulen haben nicht immer den gleichen Charakter, denn so unterschiedlich die Grade der Behinderungen der Kinder sein können, so verschieden sollten auch die Methoden der Förderung sein. Es werden an den unterschiedlichen Förder- oder Sonderschulen auch besondere und unterschiedliche Schwerpunkte für die Förderung eines jeden einzelnen Kindes gesetzt.

Früher trugen diese Schulen die Bezeichnung Hilfsschule, was nicht in jedem Fall begrüßt wurde. Die Umbenennung in Förderschulen wird dem eigentlichen Charakter dieser schulischen Einrichtungen am ehesten gerecht. Damit soll tatsächlich auch im Namen verdeutlicht werden, dass die Schulen durch eine gezielte und umfangreiche Förderung bestrebt sind, die Beeinträchtigungen, welcher Art auch immer, abzubauen oder einfach zu kompensieren.

Damit ist auch festgelegt, dass eine Attestierung der Nicht-Eignung eines Schülers bei weitem nicht ausreichend ist. Es muss auch dafür Sorge getragen werden, dass die richtige und passende Sondereinrichtung gefunden wird, in der auf alle Fälle eine optimale Förderung des Kindes gegeben ist. Zunächst muss festgestellt werden, ob bei einem Kind überhaupt der Bedarf auf einen Platz in einer Sonderschule besteht. Hierfür werden die Art und der Grad der Behinderung herangezogen und darauf aufbauend die weiteren Notwendigkeiten festgelegt. Kinder mit einer Behinderung müssen nicht unweigerlich eine Sonderschule besuchen, sondern können auch auf Wunsch der Eltern in anderen Schulen integriert werden. Hierfür ist vor allen Dingen die Art der Behinderung von großer Bedeutung.

Ein Recht neuer Zweig der Sonderschulen sind die Förderschulen mit sozialpädagogischer Ausrichtung. Hier können Kinder beschult werden, die auf Grund von psychosozialen Störungen nicht an eine reguläre Schule gehen können. Kleinere Klassenstärken mit pädagogisch und psychologisch besonders ausgebildeten Lehrern kennzeichnen hier das Bild.