Die Betreuung der Schüler

Vor allen Dingen die ganz Kleinen unter den Schüler, die gerade erst in die Schule gekommen sind und mit dem Ablauf noch nicht so ganz vertraut sind, brauchen noch eine umfangreiche Betreuung. Bisher waren sie im Kindergarten in kleinen Gruppen untergebracht und es standen oft gleich mehrere Erzieherinnen als Ansprechpartner bei kleinen und großen Problemen zur Verfügung.

Jetzt sind sie in der Schule und alles um sie herum ist neu. Die Kinder in der Klasse sind fremd, die Gruppe selbst, in der sie sich nun befinden, ist größer und nicht mehr alle Belange können gleichzeitig bewältigt werden. Gerade in dieser Zeit brauchen die Kinder noch eine umfassende Betreuung, damit der Übergang vom Kindergarten zur Schule keine Spuren hinterlässt.

Selbstverständlich sind die Lehrer in den unteren Klassen entsprechend pädagogisch geschult und können besser als jeder Andere auf die Kinder und deren Wünsche eingehen. Aber auch nach dem Unterricht, der in ersten Klassen schon nach wenigen Stunden beendet ist, müssen die Kinder oft noch weiter betreut werden. Das ist vor allen Dingen dann der Fall, wenn die Eltern den ganzen Tag über arbeiten gehen und ansonsten keine geeignete Person zur Betreuung des Kindes außerhalb der Schule zur Verfügung steht.

Ganztagsschulen bieten hier die entsprechende Alternative und gewährleisten die Unterbringung der Kinder bis in den späten Nachmittag hinein. Allerdings ist eine Unterbrechung in einigen kleineren Einrichtungen erforderlich, weil in den Schulen manchmal keine warme Mahlzeit angeboten wird. Nach dem Essen können die Kinder wieder in die Einrichtungen gebracht werden.

Halten sich die Kinder auch nach dem Unterricht in den Schulen auf und werden dort entsprechend betreut, spricht man in der Regel von einem Hort. Die kleinen unter den Kindern können hier noch einen Mittagsschlaf halten, während die anderen Kids beschäftigt werden oder ihre Hausaufgaben bereits erledigen können.

Leider steht in vielen Schulen überhaupt keine Betreuung für die Kinder nach der Schule zur Verfügung. Dieses Manko versucht man auszugleichen, indem man mit anderen Schulen zusammen arbeitet, und deren freie Kapazitäten mit nutzt. Einige Kommunen betreiben auch selbst größere Einrichtungen, in denen die Grundschüler von mehreren umliegenden Schulen zusammengefasst werden. Alternativ werden in kleineren Gemeinden auch die Kindergärten genutzt und dort ein oder zwei Hortgruppen mit integriert. Das spart die Kosten für den Betrieb einer separaten Einrichtung.