Die richtige Berufswahl

Es ist nicht immer ganz einfach den richtigen Beruf auszuwählen. Dazu ist es notwendig, möglichst frühzeitig die eigenen Neigungen, Schwächen und Stärken zu kennen und richtig einzuschätzen. Wer auf diese Fragen schon sehr zeitig eine umfassende Antwort geben kann, ist der bei Berufswahl klar im Vorteil.

Die meisten Berufe lassen sich über verschiedene und nicht immer direkte Wege erreichen. Allerdings ist der direkte Weg auf jeden Fall besser und selbstverständlich in kürzerer Zeit zu erreichen, während Umwege unter Umständen mehrere Jahre kosten können und mit erschwerten Bedingungen wie Doppelbelastung durch Job und Ausbildung einher gehen können.

Die richtige Wahl des Berufes zeichnet sich in vielen Fällen schon dadurch ab, dass sich Kinder mit ihren Neigungen häufig in die Richtung ihrer Eltern bewegen. Gewisse Talente und Fähigkeiten werden bereits in die Wiege gelegt und die Kinder treten dann oft in die Fußstapfen ihrer Mütter oder Väter. Bewusst oder unbewusst wählen sie den gleichen Beruf oder gehen zumindest in eine ähnliche Richtung. Das hat den entwicklungspsychologischen Hintergrund, dass die meisten Kids ihre Eltern als das große Vorbild sehen.

Für viele Berufe ist das Gymnasium erforderlich. Klar im Vorteil ist hier derjenige Schüler, der bereits in den unteren Klassen weiß, wohin ihn sein beruflicher Weg einmal führen könnte. Dann kann frühzeitig die richtige Schulform gewählt werden. Hat der Schüler oder die Schülerin diesen Moment verpasst oder fehlt eine wichtige Voraussetzung für den Zugang zu einer weiterführenden Schule, dann können nur noch Umwege zum eigentlichen Ziel führen, das aber in jedem Fall erreicht werden kann. Notwendige Abschlüsse können später ggf. auch durch Förderungen der Agentur für Arbeit oder durch private Initiativen mit Hilfe der Volkshochschulen und der Fernakademien nachgeholt werden.

Selbstverständlich stehen weder Kinder noch Eltern ohne jede Hilfe da, wenn es darum geht die richtige Wahl zu treffen. Arbeitsämter bieten in jedem Fall umfassende Beratungen an, die häufig auch in die Schulen bis hinein in die Schulklassen verlagert werden, bei denen die Berufswahl unmittelbar bevor steht. Außerdem gibt es verschiedene Bildungsträger und Institutionen, die über die Voraussetzungen für einen bestimmten Beruf Auskunft geben können und umfassend informieren. Nicht zuletzt gibt das Bildungsministerium jedes Jahr zahlreiche Broschüren und Informationsmaterial heraus, womit sich Schüler und Eltern erst einmal zu Hause ein Berufsbild verschaffen können.

In vielen größeren Städten finden auch regelmäßig Ausbildungsmessen statt, die die Schulen häufig gleich für einen Tagesausflug mit den oberen Klassen nutzen. Dort stellen sich die ausbildenden Unternehmen selbst vor und geben einen Überblick, für welche Berufe man sich dort bewerben kann. Sogar die Bundeswehr und die staatlichen Verwaltungsorgane stellen ihr Bildungsangebot dort vor. Diese Chance zur Information sollte sich niemand entgehen lassen, der im Begriff ist, eine Entscheidung über seinen künftigen beruflichen Lebensweg zu treffen.