Die berufliche Ausbildung

Neben der allgemeinen und weiterführenden Schulausbildung nimmt auch die Berufsausbildung einen wichtigen und umfassenden Bereich des schulischen Werdeganges eines jungen Menschen ein. Nachdem mindestens neun Jahre an einer allgemeinen Schule verbracht wurden, besteht auch danach die allgemeine Schulpflicht in Deutschland weiter. Diese endet erst, wenn der Schüler oder Auszubildende das 18. Lebensjahr vollendet hat.

Ist die zumeist größte Wegstrecke zum Beruf zurückgelegt und die allgemeine Schule entweder mit einem allgemeinen Zeugnis oder dem Abitur abgeschlossen, schließt sich für die meisten der Schüler nun lückenlos und ohne Unterbrechung die berufliche Ausbildung an.

Verschiedene Wege stehen hier offen, wenngleich die duale Ausbildung die bevorzugte, weil auch umfassendere Variante ist, um die Jugendlichen zum Abschluss des Berufes zu führen. Die berufliche Ausbildung ist spezifisch auf die theoretischen und praktischen Anforderungen in den jeweiligen Fachrichtungen abgestimmt und vermittelt den jungen Menschen auch dahingehend das richtige Wissen. Sie bekommen während der beruflichen Ausbildung das Rüstzeug für ihren späteren Beruf, mit dem sie ihren Lebensunterhalt bestreiten werden.

Außerdem werden allgemeine Kenntnisse erweitert und ebenfalls, wie beispielsweise im Fach Mathematik, auf den Beruf abgestimmt vertieft und den Azubis vermittelt. Die berufliche Ausbildung umfasst einen theoretischen Teil, der in der Regel in Berufsschulen vermittelt wird und einem praktischen Teil. Die praktischen Kenntnisse eignen sich die Auszubildenden häufig direkt in einer Ausbildungsstätte an. Die optimale Form ist selbstverständlich die, bei der beide Teile miteinander harmonieren und sich gegenseitig ergänzen. So können die Auszubildenden die Theorie gleich in der Praxis anwenden und ihr Wissen selbst praktisch anwenden und testen.

Am Ende einer erfolgreichen beruflichen Ausbildung steht eine theoretische und praktische Prüfung durch die IHK, die Handwerkskammer oder anderen staatlich zugelassenen Prüfstellen, von der ein entsprechendes Zeugnis ausgestellt wird, das die in der Ausbildung erbrachten Leistungen dokumentiert. Das kann zum Einen ein Facharbeiterzeugnis oder in handwerklichen Berufen ein Gesellenbrief sein, der den Auszubildenden meistens in einem feierlichen Rahmen überreicht wird.